Retentionsbodenfilter für die Reinigung von Oberflächenabflüssen.
Ein naturnahes dezentrales Verfahren zum Gewässerschutz reinigt Abläufe von Strassen und anderen versiegelten Flächen und verlangsamt das Abflussverhalten.

   
Anstelle von Betonbauwerken modellieren wir eine nahezu wartungsfreie Gewässerlandschaft, die als Ausgleichsmassnahme von den Genehmigungsbehörden anerkannt wird. Neben der Wasserreinigung trägt sie zum Hochwasserschutz bei, schafft ein Feuchtbiotop und kann als bereicherndes Element in Naherholungsgebiete integriert werden.
Die Bemessung erfolgt anhand ortsspezifischer Regendaten und der Aufnahmefähigkeit des Gewässers für Wasserstösse und Salzfrachten.
 
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Das von den Flächen abfliessende Niederschlagswasser wird zuerst in das Absetzbecken geleitet, um den nachgeschalteten Bodenfilter vor dem Eintrag an Feststoffen und somit der Verstopfungsgefahr zu schützen. Anschliessend verteilt sich das Wasser gleichmässig auf dem Bodenfilter und wird wie in einer Pflanzenkläranlage mikrobiell gereinigt und gefiltert. Gewässergefährdende Stoffe werden zurückgehalten. Dabei können Schwermetalle im Boden langfristig gespeichert werden.

Bei hohen Salzbelastungen kann über eine zusätzliche Zwischenspeicherung und dosierte Abgabe in das Absetzbecken eine umweltverträgliche Ablaufkonzentration durch eine gezielte Verdünnung erreicht werden. Die Ablaufmenge wird gedrosselt, an die Gewässergrösse angepasst, in das Gewässer eingeleitet. Für die Reinigungsfläche werden ca. 3%, bezogen auf die versiegelte Strassenfläche, benötigt.